Buchcover: Dalia – Das Erwachen
Dalia

Das Erwachen

Romantasy · Urban Fantasy
Wenn sich von einem auf den anderen Tag das ganze Leben ändert…

Dalia musste gerade erst dem Verlust ihrer Mutter ins Auge blicken. Als wäre das noch nicht schlimm genug, wird sie seitdem von Halluzinationen verfolgt. Eigentlich möchte sie nur in ihr normales Leben zurück, doch plötzlich steht ein unheimlicher Mann vor ihrer Tür und behauptet, er sei ihr lange verschollener Vater.

Kann sie ihm trauen und was möchte er so plötzlich von ihr?

Eine Reise in eine ungewisse Zukunft beginnt, in welcher sie vielleicht nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Leben verlieren kann. Und wird Dalias neu erhaltene Kraft helfen, die Gefahren zu überstehen?
ISBN
979-8341478145
Erschienen
30.04.2024
Format
283 Seiten · 12,5 × 19 cm
Genre
Romantasy · Urban Fantasy
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Die Leseprobe

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»Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust. Deine Mutter war ein toller Mensch. Ich kannte sie noch aus der Schulzeit. Sie war immer lebensfroh und hat die Freude mit allen geteilt«, sagt eine Frau, welche ich nicht kenne.
Meine Mutter hat nie über sie gesprochen, wie über so viele, die heute ihr Beileid bekundet haben. Trotzdem zwinge ich das gleiche, traurige Lächeln in mein Gesicht, welches ich heute schon den ganzen Tag zeige, und sage, so freundlich ich kann: »Danke, das bedeutet mir viel.«
1
Natürlich bedeutet es mir nichts. Genauso wie den Menschen meine Worte auch nichts bedeuten. Müde schaue ich auf. Es wartet noch eine lange Schlange mit falschen Trauerbekundungen auf mich.
Weinen kann ich heute nicht mehr. Meine Tränen sind für den Tag aufgebraucht und niemand hat heute seine Tränen mit mir geteilt.
2
Ein schriller Schrei reißt mich aus meinen Gedanken. Schnell schaue ich mich um, auf der Suche nach der dunklen Gestalt, welche sich seit dem Tod meiner Mutter immer einmal pro Tag zeigt, natürlich auch jetzt bei der Trauerfeier.
Die Gestalt steht gut dreißig Meter von mir entfernt, in einen dunklen Umhang gehüllt. Nachdem der Schrei verklingt, legt sich ein schauriges Lächeln auf dessen Lippen.
3
»Es ist nur eine Halluzination«, sage ich mir in Gedanken.
»Du schließt jetzt kurz die Augen und zwingst dich, dich von der Gestalt abzuwenden. Sobald du die Augen wieder öffnest, wird sie auch schon wieder verschwunden sein.«
Es ist schwer, meiner eigenen Anweisung zu folgen, aber ich weiß, dass dies die einzig richtige Entscheidung ist.
4
Ein Klingeln weckt mich aus meinem Schlaf. Irritiert schaue ich mich um. Ich muss es mir wohl nur eingebildet haben, denn niemand kommt uns je besuchen.
Als es nun ein drittes Mal klingelt, beschließe ich, es nicht weiter zu ignorieren. Ich stehe auf, tippe schon mal die Notrufnummer in mein Handy ein und gehe langsam Richtung Tür.
5
Vor der Tür steht ein großer Mann. Sein Gesicht liegt durch seinen Hut im Schatten.
»Dalia Lieber?«, fragt der Mann mit einer strengen, dunklen Stimme, bei welcher sich mir die Nackenhaare aufstellen.
»Wer möchte das wissen?«, frage ich stoisch.
»Keran Nightfall. Ich bin dein Vater.«
6
Perplex schmeiße ich die Tür zu und atme tief durch.
Als würde ich das einem so dahergelaufenen Mann einfach glauben.
»Ich habe keinen Vater«, rufe ich noch durch die Tür und gehe wieder in das Haus hinein.
Das soll doch wohl ein schlechter Scherz sein.
7

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